Oswald Franke, Das gleiche immer Meer


Oswald Franke, Das gleiche immer Meer

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"Mühlhausen – Friedrichslohra 5/7
Und der Himmel ist erbaut, schön blau und hoch wölbt er sich über die Erde. Alle Sorgen schwinden u. als wäre es schon immer so gewesen bummeln wir dahin lustig plaudernd.
Das erste Lied um eine Schlafstatt, gern wird sie uns bewilligt. Frau Musika verhilft uns noch zu ein paar Tassen Kakao und einem fürstlichen Abend. Und als hätten wir die Seeligkeit erlangt, strecken wir uns ins Stroh nieder."

Oswald Franke beginnt am 5.7.1929 mit einer Bleistiftnotiz in seinem schwarzen Tagebuch: „Und der Himmel ist erbaut, schön blau und hoch wölbt er sich über die Erde. Alle Sorgen schwinden u. als wäre es schon immer so gewesen bummeln wir dahin lustig plaudernd.“
... Er ging einen äußeren Weg, der westlichen Grenze zu, die in so sonderbarer Weise dem Profil seiner Mutter, meiner Urgroßmutter glich, und zugleich einen inneren Weg, einem Sehnsuchtsort entgegen, einer Zukunft, die er nach der Novelle von Theodor Storm mit „Immensee.“ umschreibt. Sie ist auch im Verlauf seiner Wanderroute zu ahnen, die das Profil eines Kindes und zugleich einer Frau erkennen läßt, das Profil meiner Großmutter, seiner Zeit. Immensee. Er ahnte, er umzirkelte sie.

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